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Freitag, der 13. gilt wohl als eines der bekanntesten Unglücksdaten überhaupt. Es gibt sogar einen eigenen Namen für die Angst vor diesem Datum: Paraskavedekatriaphobie. Aber wann ist eigentlich der nächste Freitag, der 13.?
Natürlich könnten wir einen Kalender zur Hand nehmen und Monat für Monat nachsehen. Wesentlich interessanter ist jedoch die Frage: Wie können wir Excel automatisch berechnen lassen, wann der nächste Freitag auf einen 13. fällt?
Aus Excel-Sicht ist diese Aufgabenstellung besonders spannend, denn wir müssen zwei unterschiedliche Datumsbedingungen miteinander kombinieren:
- Das Datum muss auf einen Freitag fallen.
- Gleichzeitig muss es sich um den 13. Tag eines Monats handeln.
In diesem Beitrag zeige ich dir Schritt für Schritt, wie du diese beiden Bedingungen miteinander kombinierst und Excel automatisch den nächsten Freitag, den 13., ermitteln lässt. Neben einer klassischen Matrixformel schauen wir uns eine Variante mit AGGREGAT sowie eine moderne Lösung für Excel 365 an.
1. Unser Praxisbeispiel
Wir beginnen mit einem konkreten Beispiel. In der Zelle A2 tragen wir folgendes Ausgangsdatum ein: 15.08.2026
Excel soll nun ausgehend von diesem Datum automatisch den nächsten Freitag ermitteln, der gleichzeitig auf einen 13. fällt. Unsere Tabelle sieht zunächst folgendermaßen aus:
| Zelle | Inhalt |
| A1 | Ausgangsdatum |
| A2 | 15.08.2026 |
| B1 | Nächster Freitag, der 13. |
| B2 | Formel |
Als Formel verwenden wir in der B2 die Matrix-Formel
{=MIN(WENN((WOCHENTAG(A2+ZEILE(INDIREKT(„1:1000“));2)=5)*(TAG(A2+ZEILE(INDIREKT(„1:1000“)))=13);A2+ZEILE(INDIREKT(„1:1000“))))}
Hinweis: In älteren Excelversionen müssen Sie Matrixformeln mit der Tastenkombination Strg + Umschalt + Enter an Stelle von Enter bestätigen. Daraufhin werden automatisch die geschweiften Klammern eingefügt.
Das Ergebnis unserer Berechnung lautet: 13.11.2026
Der 13. November 2026 ist tatsächlich ein Freitag. Ändern wir später das Ausgangsdatum in A2, soll Excel das Ergebnis automatisch neu berechnen.
Wichtig zur Formatierung: Formatiere die Ergebniszelle B2 vor der Eingabe der Formel als Datum (Registerkarte Start → Zahlenformat → Datum, kurz). Andernfalls zeigt Excel das Ergebnis als fortlaufende Zahl an – zum Beispiel 46339 statt 13.11.2026.

2. Das Grundprinzip der Berechnung
Bevor wir die vollständige Formel erstellen, sollten wir verstehen, wie Excel die Aufgabe überhaupt lösen kann. Im Grunde benötigen wir vier Schritte:
- Zukünftige Datumswerte erzeugen
- Prüfen, welche Datumswerte auf einen Freitag fallen
- Prüfen, welche Datumswerte auf einen 13. fallen
- Den ersten Datumswert auswählen, bei dem beide Bedingungen gleichzeitig erfüllt sind
Das Entscheidende dabei: Excel speichert Datumswerte intern als fortlaufende Zahlen. Dadurch können wir mit einem Datum rechnen. Befindet sich beispielsweise in A2 das Datum 15.08.2026, dann liefert =A2+1 den 16.08.2026 und =A2+10 entsprechend den 25.08.2026. Genau diese Eigenschaft machen wir uns für unsere Berechnung zunutze.
Tipp: Schauen Sie sich hierzu den Beitrag F3 – Excel Datum und Zeit: So funktioniert das interne System wirklich auf Excel-Meister an.
3. Schritt 1: Ist das Datum ein Freitag?
Zunächst benötigen wir eine Möglichkeit, den Wochentag eines Datums zu bestimmen. Hierfür verwenden wir die Funktion WOCHENTAG. Die Syntax lautet vereinfacht:
=WOCHENTAG(Datum; Typ)
Für unsere Berechnung verwenden wir:
=WOCHENTAG(A2; 2)
Durch das zweite Argument 2 verwendet Excel folgende Nummerierung:
| Zahl | Wochentag |
| 1 | Montag |
| 2 | Dienstag |
| 3 | Mittwoch |
| 4 | Donnerstag |
| 5 | Freitag |
| 6 | Samstag |
| 7 | Sonntag |
Damit lässt sich sehr einfach überprüfen, ob ein Datum ein Freitag ist:
=WOCHENTAG(A2;2)=5
Ist das Datum ein Freitag, erhalten wir WAHR, andernfalls FALSCH. Für unsere spätere Formel benötigen wir also die Bedingung: WOCHENTAG(Datum;2)=5
4. Schritt 2: Ist das Datum der 13.?
Die zweite Bedingung ist noch einfacher. Mit der Funktion TAG können wir aus einem Datum den Tag des Monats auslesen. Beispielsweise liefert =TAG(DATUM(2026;11;13)) das Ergebnis 13.
In unserer Berechnung verwenden wir daher:
=TAG(A2)=13
Auch diese Prüfung liefert entweder WAHR oder FALSCH. Unsere zweite Bedingung lautet damit: TAG(Datum)=13
5. Schritt 3: Beide Bedingungen miteinander verbinden
Jetzt besitzen wir zwei Prüfungen:
WOCHENTAG(Datum;2)=5
TAG(Datum)=13
Ein Datum ist aber nur dann unser gesuchter Freitag, der 13., wenn beide Bedingungen gleichzeitig WAHR sind. Dafür können wir die beiden Bedingungen miteinander multiplizieren:
=(WOCHENTAG(Datum;2)=5)*(TAG(Datum)=13)
Warum funktioniert das? Excel behandelt Wahrheitswerte in solchen Berechnungen wie Zahlen: WAHR = 1 und FALSCH = 0.
| Freitag? | 13.? | Berechnung | Ergebnis |
| WAHR | WAHR | 1 × 1 | 1 |
| WAHR | FALSCH | 1 × 0 | 0 |
| FALSCH | WAHR | 0 × 1 | 0 |
| FALSCH | FALSCH | 0 × 0 | 0 |
Nur wenn beide Bedingungen erfüllt sind, erhalten wir den Wert 1. Genau diese Datumswerte interessieren uns.
Warum multiplizieren statt UND? Die Funktion UND fasst ein ganzes Array zu einem einzigen Wahrheitswert zusammen und ist deshalb für Matrixberechnungen ungeeignet. Die Multiplikation dagegen wird elementweise ausgeführt und liefert für jede Zeile ein eigenes Ergebnis – genau das brauchen wir hier.
6. Die klassische Excel-Lösung
In älteren Excel-Versionen können wir eine klassische Matrixformel verwenden. Ausgehend vom Datum in A2 lautet die robuste Formel:
{=MIN(WENN((WOCHENTAG(A2+ZEILE(INDIREKT(„1:1000“));2)=5)*(TAG(A2+ZEILE(INDIREKT(„1:1000“)))=13);A2+ZEILE(INDIREKT(„1:1000“))))}
In älteren Excel-Versionen muss diese Formel mit Strg + Umschalt + Enter bestätigt werden. Excel kennzeichnet eine solche klassische Matrixformel anschließend mit geschweiften Klammern {…} (diese dürfen nicht manuell eingegeben werden).
Formelfalle vermeiden: Häufig sieht man in Beispielen den Ausdruck ZEILE(1:1000). Wenn du allerdings oberhalb deiner Tabelle neue Zeilen einfügst, verschiebt Excel diesen Bereich automatisch zu 2:1001 – dadurch fehlen deiner Berechnung spätere Tage! Die Kombination ZEILE(INDIREKT(„1:1000“)) bleibt garantiert starr und bezugsunabhängig.
Nachteil von INDIREKT: INDIREKT ist eine volatile Funktion. Sie wird bei jeder Neuberechnung der Arbeitsmappe erneut ausgewertet – bei vielen solchen Formeln kann das spürbar bremsen. Wenn dich das stört, kannst du die Datumsreihe alternativ nicht-volatil erzeugen:
ZEILE(INDEX($A:$A;1):INDEX($A:$A;1000))
Was passiert innerhalb der klassischen Formel?
- Die nächsten 1.000 Tage erzeugen: Der Ausdruck ZEILE(INDIREKT(„1:1000“)) erzeugt die Zahlen 1; 2; 3; … 1000. Addition zum Ausgangsdatum ergibt eine Liste zukünftiger Tage.
- Alle Freitage identifizieren: Für sämtliche Datumswerte wird geprüft, ob WOCHENTAG(…)=5 gilt.
- Alle 13. eines Monats identifizieren: Parallel dazu prüft TAG(…)=13 den Monatstag.
- Beide Prüfungen kombinieren: Durch die Multiplikation (WOCHENTAG(…)=5)*(TAG(…)=13) entsteht nur beim Treffer der Wert 1.
- Passende Datumswerte zurückgeben: Die WENN-Funktion filtert alle Datumswerte heraus, bei denen die Bedingung erfüllt ist.
- Den nächsten Termin mit MIN auswählen: MIN(…) wählt die kleinste fortlaufende Zahl und damit das früheste gefundene Datum aus.
7. Alternative für Excel 2010 und neuer: AGGREGAT ohne Matrixformel
Falls du die klassische Matrixformel mit Strg + Umschalt + Enter vermeiden möchtest, bietet sich die Funktion AGGREGAT an. Sie funktioniert in Excel 2010 und neuer und benötigt keine Strg+Umschalt+Enter-Bestätigung:
=AGGREGAT(15;6;(A2+ZEILE(INDIREKT(„1:1000“)))/((WOCHENTAG(A2+ZEILE(INDIREKT(„1:1000“));2)=5)*(TAG(A2+ZEILE(INDIREKT(„1:1000“)))=13));1)
Dabei steht 15 für KLEINSTE und 6 für „Fehlerwerte ignorieren“. Die Division durch 0 erzeugt bei Nicht-Treffern Fehler, die AGGREGAT einfach überspringt. So erhältst du ohne Matrixformel den frühesten passenden Termin.
Auf die Klammern achten: Der gesamte Ausdruck A2+ZEILE(…) muss geklammert werden, bevor durch die Bedingung dividiert wird. Ohne diese Klammer gilt Punkt-vor-Strich, und Excel dividiert nur den ZEILE-Teil – das Ergebnis stimmt dann nur zufällig.
8. Moderne Lösung für Excel 365/2021
Mit Excel 365 oder Excel 2021 können wir die Berechnung wesentlich eleganter aufbauen. Insbesondere die Funktion SEQUENZ eignet sich hervorragend dafür, zukünftige Datumswerte zu erzeugen.
Unsere Formel lautet:
=MIN(FILTER(A2+SEQUENZ(1000);(WOCHENTAG(A2+SEQUENZ(1000);2)=5)*(TAG(A2+SEQUENZ(1000))=13)))
Der Vorteil: Wir benötigen keine klassische Matrixformel und damit auch nicht mehr die Tastenkombination Strg + Umschalt + Enter.
Wie funktioniert die moderne Formel?
- SEQUENZ erzeugt die nächsten 1.000 Tage: SEQUENZ(1000) erzeugt direkt ein Array der Zahlen 1 bis 1000.
- FILTER sucht die passenden Datumswerte: FILTER(…) lässt nur diejenigen Datumswerte übrig, bei denen beide Bedingungen zutreffen.
- MIN liefert den nächsten Treffer: Aus den gefilterten Ergebnissen liefert MIN den frühesten Termin.
Noch übersichtlicher mit LET
Der Ausdruck A2+SEQUENZ(1000) kommt in der modernen Formel mehrfach vor. Mit der Funktion LET definieren wir diesen Ausdruck einmalig und nutzen ihn anschließend als Variable Daten:
=LET(Daten;A2+SEQUENZ(1000);MIN(FILTER(Daten;(WOCHENTAG(Daten;2)=5)*(TAG(Daten)=13))))
Dadurch wird die Formel kürzer, übersichtlicher und vermeidet die mehrfache Definition desselben Arrays.
Startdatum aktuell halten mit HEUTE()
Statt eines festen Ausgangsdatums in A2 kannst du auch direkt das heutige Datum verwenden:
=LET(Daten;HEUTE()+SEQUENZ(1000);MIN(FILTER(Daten;(WOCHENTAG(Daten;2)=5)*(TAG(Daten)=13))))
So zeigt die Formel immer den nächsten Freitag, den 13., nach dem aktuellen Tag – ganz ohne Eingabezelle.
Hinweis: Auch HEUTE() ist eine volatile Funktion. Die Formel rechnet dadurch bei jeder Änderung in der Arbeitsmappe neu. Für eine einzelne Formel ist das völlig unproblematisch – in sehr großen Modellen solltest du volatile Funktionen jedoch sparsam einsetzen.
9. Klassische Matrixformel, AGGREGAT oder Excel 365?
| Merkmal | Klassische Variante | AGGREGAT-Variante | Excel 365/2021/2024 |
| Datumsreihe | ZEILE(INDIREKT(…)) | ZEILE(INDIREKT(…)) | SEQUENZ |
| Treffer auswählen | WENN | AGGREGAT(15;6;…) | FILTER |
| Ergebnis bestimmen | MIN | (enthalten) | MIN |
| Matrixverarbeitung | Klassische Matrixformel | Kein Strg + Umschalt + Enter | Dynamisches Array |
| Strg + Umschalt + Enter | Bei älteren Versionen erforderlich | Nein | Nein |
| Lesbarkeit | Eher komplex | Mittel | Deutlich besser |
| LET möglich | Nein | Nein | Ja |
| LAMBDA möglich | Nein | Nein | Nur 365 und 2024 |
| Empfehlung | Für ältere Excel-Versionen | Für Excel 2010+ ohne Strg + Umschalt + Enter | Für moderne Excel-Versionen |
10. Soll das Ausgangsdatum selbst berücksichtigt werden?
SEQUENZ beginnt standardmäßig mit 1. Die Prüfung startet damit einen Tag nach unserem Ausgangsdatum. Das ist sinnvoll, wenn wir ausdrücklich den nächsten zukünftigen Freitag, den 13. suchen.
Was passiert aber, wenn in A2 bereits ein Freitag, der 13. steht (z. B. 13.11.2026)? Unsere bisherige Formel würde diesen Tag überspringen. Möchtest du das Ausgangsdatum einschließen, lässt du SEQUENZ einfach bei 0 beginnen:
=LET(Daten;A2+SEQUENZ(1000;;0);MIN(FILTER(Daten;(WOCHENTAG(Daten;2)=5)*(TAG(Daten)=13))))
Auch die flexible Variante aus dem nächsten Abschnitt kannst du auf dieselbe Weise anpassen.
11. Noch besser: Wochentag und Monatstag flexibel auswählen
Wir können die Berechnung vollkommen variabel aufbauen, indem wir drei Eingabezellen verwenden:
| Zelle | Bedeutung | Beispiel |
| A2 | Ausgangsdatum | 15.08.2026 |
| C2 | Gewünschter Wochentag (Zahl 1-7) | 5 |
| D2 | Gewünschter Monatstag | 13 |
(Die Ergebnisformel steht dann z. B. in B2.)
=LET(Daten;A2+SEQUENZ(1000);MIN(FILTER(Daten;(WOCHENTAG(Daten;2)=C2)*(TAG(Daten)=D2))))
12. Nützliche Erweiterungen für die Praxis
Wenn die Grundformel einmal steht, lässt sie sich mit wenigen Handgriffen erweitern. Fünf Varianten haben sich in der Praxis besonders bewährt.
Die nächsten fünf Termine auf einen Blick
Statt nur des nächsten Termins kannst du dir gleich mehrere kommende Freitage, die auf den 13. fallen, ausgeben lassen. In Excel 365 übernimmt das die Funktion NIMM:
=LET(Daten;A2+SEQUENZ(2000);ÜBERNEHMEN(FILTER(Daten;(WOCHENTAG(Daten;2)=5)*(TAG(Daten)=13));5))
In Excel 2021 steht ÜBERNEHMEN noch nicht zur Verfügung. Dort führt INDEX zum selben Ziel, weil die gefilterte Liste bereits aufsteigend sortiert ist:
=LET(Daten;A2+SEQUENZ(2000);Treffer;FILTER(Daten;(WOCHENTAG(Daten;2)=5)*(TAG(Daten)=13));INDEX(Treffer;SEQUENZ(5)))
Ausgehend vom 15.08.2026 erhältst du: 13.11.2026, 13.08.2027, 13.10.2028, 13.04.2029 und 13.07.2029.
Beachte: Für mehrere Treffer muss der Suchbereich größer sein. Fünf Termine können mehr als 1.000 Tage umfassen – deshalb arbeitet diese Variante mit SEQUENZ(2000).
Rückwärts suchen: der letzte Freitag, der 13.
Genauso einfach lässt sich die Blickrichtung umdrehen. Wir subtrahieren die Datumsreihe und wählen mit MAX den jüngsten Treffer aus:
=LET(Daten;A2-SEQUENZ(1000);MAX(FILTER(Daten;(WOCHENTAG(Daten;2)=5)*(TAG(Daten)=13))))
Für den 15.08.2026 liefert diese Formel den 13.03.2026.
Wie oft gibt es Freitag, den 13. in einem Jahr?
Trägst du in A2 eine Jahreszahl ein, zählt die folgende Formel alle Treffer dieses Jahres:
=SUMMENPRODUKT(–(WOCHENTAG(DATUM(F2;SEQUENZ(12);13);2)=5))
In älteren Excel-Versionen ersetzt du SEQUENZ(12) einfach durch ZEILE(INDIREKT(„1:12“)).
Den Wochentag zur Kontrolle anzeigen
Zur Sicherheit lohnt sich eine Kontrollzelle, die den Wochentag des Ergebnisses im Klartext ausgibt. Statt eines Textformats verwenden wir dafür WAHL – so bleibt die Formel unabhängig von den Spracheinstellungen des Systems:
=WAHL(WOCHENTAG(B2;2);“Montag“;“Dienstag“;“Mittwoch“;
„Donnerstag“;“Freitag“;“Samstag“;“Sonntag“)
Alle Freitage, der 13., automatisch farbig markieren
Hast du eine Datumsliste im Blatt, kannst du die betreffenden Tage per bedingter Formatierung hervorheben. Markiere den Datumsbereich, wähle Start → Bedingte Formatierung → Neue Regel → Formel zur Ermittlung der zu formatierenden Zellen verwenden und hinterlege:
=UND(WOCHENTAG($A1;2)=5;TAG($A1)=13)
Achte darauf, dass sich der Bezug auf die erste Zelle des markierten Bereichs bezieht und die Spalte mit einem Dollarzeichen fixiert ist.
13. Typische Fehler und ihre Ursachen
Excel zeigt eine Zahl statt eines Datums (z. B. 46339): Formatiere die Ergebniszelle einfach als Datum. Excel speichert Datumswerte intern als fortlaufende Zahlen.
Der Fehler #KALK! (#CALC!) erscheint: Tritt auf, wenn FILTER keine Ergebnisse findet. In der flexiblen Variante passiert das zum Beispiel bei einem Monatstag von 0 oder 32 in D2 oder bei einer Wochentagsnummer außerhalb von 1 bis 7. Fange die gesamte Formel mit WENNFEHLER ab:
=WENNFEHLER(MIN(FILTER(Daten; Bedingung));“Kein Treffer“)
Der Fehler #NV erscheint: Der Text in C2 wurde von VERGLEICH nicht gefunden – meist ein Tippfehler oder ein überzähliges Leerzeichen. Eine Dropdown-Liste über die Datenüberprüfung verhindert dieses Problem zuverlässig.
Excel findet den falschen Wochentag: Kontrolliere das zweite Argument von WOCHENTAG(Datum; 2). Bei Typ 2 entspricht Montag = 1 und Freitag = 5.
Die Formel liefert #WERT!: Meist steht in A2 kein echtes Datum, sondern ein Text. Prüfe das mit =ISTZAHL(A2) – liefert die Formel FALSCH, musst du den Eintrag zuerst in ein echtes Datum umwandeln.
Die klassische Formel funktioniert nicht: Vergiss bei älteren Versionen nicht den Abschluss mit Strg + Umschalt + Enter. Liefert die klassische Formel 0 (bzw. formatiert 00.01.1900), wurde im Suchbereich kein Treffer gefunden – vergrößere den Bereich (z. B. auf 2000).
FILTER, SEQUENZ oder LET wird nicht erkannt: Du nutzt eine Excel-Version älter als 2021 bzw. 365. Weiche in diesem Fall auf die klassische Matrixvariante oder die AGGREGAT-Variante aus.
14. Warum gerade 1.000 Tage?
Die Zahl 1.000 definiert lediglich unseren Suchbereich (ca. 2,7 Jahre).
Spannendes Kalender-Trivia: Der maximale Abstand zwischen zwei Freitagen, die auf einen 13. fallen, beträgt im gregorianischen Kalender exakt 14 Monate bzw. 61 Wochen (427 Tage). Mathematisch würde also bereits SEQUENZ(450) vollkommen ausreichen – mit 1.000 Tagen bist du jedoch garantiert auf der sicheren Seite.
Der kleinstmögliche Abstand beträgt übrigens nur 28 Tage: In einem Jahr, das kein Schaltjahr ist, beginnen Februar und März stets mit demselben Wochentag. Fällt der 13. Februar auf einen Freitag, gilt das automatisch auch für den 13. März. Genau das ist im Jahr 2026 der Fall – zusammen mit dem 13. November gibt es 2026 also gleich drei Freitage, die auf einen 13. fallen.
Und noch zwei Beobachtungen, die sich mit unseren Formeln leicht nachprüfen lassen:
- Jedes Jahr enthält mindestens einen und höchstens drei Freitage, die auf einen 13. fallen.
- Über den vollständigen 400-Jahre-Zyklus des gregorianischen Kalenders ist der 13. häufiger ein Freitag als jeder andere Wochentag.
Denkabkürzung: Ein Monat enthält genau dann einen Freitag, den 13., wenn sein erster Tag auf einen Sonntag fällt. Mit dieser Erkenntnis lässt sich die Prüfung auch anders formulieren – etwa mit WOCHENTAG(DATUM(Jahr;Monat;1);2)=7.
15. Das eigentliche Excel-Prinzip hinter der Formel
Unsere Vorgehensweise lässt sich universell auf viele Aufgaben übertragen:
Datumsreihe erzeugen → Bedingung 1 prüfen → Bedingung 2 prüfen → Bedingungen kombinieren → Treffer filtern → Frühesten Treffer auswählen
Genau dieses Prinzip hilft dir auch bei:
- Wiederkehrenden Abgabe- und Stichtagen
- Produktions- und Lieferterminen
- Fristen und kalenderabhängigen Auswertungen
Schauen Sie sich hierzu auch die folgenden Beiträge auf Excel-Meister an:
- F11 – Letzten Wochentag eines Monats in Excel ermitteln – die vollständige Anleitung
- F10 – Feiertage in Excel berechnen: Die vollständige Anleitung für Deutschland
16. Häufige Fragen zu Freitag, dem 13.
Wie oft gibt es Freitag, den 13.?
Jedes Jahr hat mindestens einen und höchstens drei Freitage, die auf einen 13. fallen. Im Durchschnitt sind es knapp eineinhalb pro Jahr. 2026 sind es drei: der 13. Februar, der 13. März und der 13. November.
Wann ist der nächste Freitag, der 13.?
Mit der Formel =LET(Daten;HEUTE()+SEQUENZ(1000);MIN(FILTER(Daten;(WOCHENTAG(Daten;2)=5)*(TAG(Daten)=13)))) beantwortet Excel diese Frage jederzeit selbst – ganz ohne Kalender.
Funktionieren die Formeln auch in Excel 2016 oder 2019?
SEQUENZ, FILTER und LET stehen dort noch nicht zur Verfügung. Verwende in diesen Versionen die klassische Matrixformel oder die AGGREGAT-Variante – beide liefern dasselbe Ergebnis.
Wie finde ich stattdessen den nächsten Dienstag, den 1.?
Passe einfach die beiden Vergleichswerte an: WOCHENTAG(Daten;2)=2 für den Dienstag und TAG(Daten)=1 für den Monatsersten. Noch bequemer geht es mit der flexiblen Variante über die Eingabezellen C2 und D2.
Warum liefert meine Formel ein Datum aus dem Jahr 1900?
Dann wurde im Suchbereich kein Treffer gefunden und MIN gibt den Wert 0 zurück, den Excel als 00.01.1900 formatiert. Vergrößere den Suchbereich oder prüfe deine Bedingungen.
17. Fazit
Die Berechnung des nächsten Freitags, den 13. zeigt sehr schön, wie flexibel Excel mit Datumsangaben rechnet. In modernen Excel-Versionen (365/2021) gelingt die Formel mit SEQUENZ, FILTER und LET extrem übersichtlich:
=LET(Daten;A2+SEQUENZ(1000);MIN(FILTER(Daten;(WOCHENTAG(Daten;2)=5)*(TAG(Daten)=13))))
Wer möchte, kann diese Logik sogar noch einen Schritt weiterdenken und als eigene LAMBDA-Funktion hinterlegen. Definiere dazu über Formeln → Namens-Manager einen Namen (z. B. NAECHSTER_FREITAG13) mit der Formel:
=LAMBDA(Start;LET(Daten;Start+SEQUENZ(1000);MIN(FILTER(Daten;(WOCHENTAG(Daten;2)=5)*(TAG(Daten)=13)))))
Anschließend reicht der Aufruf =NAECHSTER_FREITAG13(A2). Beachte: LAMBDA ist in Excel 365 und in Excel 2024 verfügbar, nicht jedoch in Excel 2021. Aus einer vermeintlichen Spielerei für Freitag, den 13. wird so im Handumdrehen ein universelles Werkzeug für komplexe Terminplanungen.
18. Beispieldatei herunterladen
Alle in diesem Beitrag gezeigten Formeln findest du in der begleitenden Excel-Arbeitsmappe – jeweils auf einem eigenen Tabellenblatt und sofort einsatzbereit. Die Mappe enthält unter anderem das Praxisbeispiel, die klassische Matrixformel, die AGGREGAT-Variante, die moderne LET-Lösung, sowie die Praxis-Erweiterungen.
Viel Erfolg beim Ausprobieren – und keine Sorge: Der nächste Freitag, der 13. ist längst nicht so unheimlich, wenn Excel ihn für dich im Blick behält.
19. Weiterführende Links
Wer sich intensiver mit den in diesem Beitrag verwendeten Excel-Funktionen, Datumsberechnungen und dynamischen Arrays beschäftigen möchte, findet hier weiterführende Informationen und offizielle Dokumentationen.
Microsoft Excel – Datum und Wochentage
- WOCHENTAG-Funktion – Ermittelt den Wochentag eines Datums und bildet damit eine zentrale Grundlage der Berechnung von Freitag, dem 13.
Microsoft Support: WOCHENTAG - Datums- und Uhrzeitfunktionen in Excel – Übersicht über die wichtigsten Excel-Funktionen für Datums- und Zeitberechnungen, darunter HEUTE, WOCHENTAG, JAHR und ARBEITSTAG.
Microsoft Support: Datums- und Uhrzeitfunktionen - Datumsangaben als Wochentage anzeigen – Erläutert verschiedene Möglichkeiten, aus einem Datum den zugehörigen Wochentag darzustellen.
Microsoft Support: Datumsangaben als Wochentage anzeigen - Fortlaufende Datumsangaben erstellen – Grundlagen zum Erzeugen aufeinanderfolgender Datumswerte in Excel.
Microsoft Support: Liste fortlaufender Datumsangaben erstellen
Matrixformeln und dynamische Arrays
- Matrixformeln in Excel – Ausführliche Einführung in Matrixformeln, Matrixkonstanten und die Verarbeitung mehrerer Werte innerhalb einer Formel.
Microsoft Support: Richtlinien und Beispiele für Matrixformeln - Excel-Funktionen von A bis Z – Alphabetische Übersicht der Excel-Funktionen mit weiterführenden Informationen zu den einzelnen Funktionen.
Microsoft Support: Excel-Funktionen alphabetisch
Weitere Datumsberechnungen
- ARBEITSTAG-Funktion – Berechnet ein Datum vor oder nach einer bestimmten Anzahl von Arbeitstagen und eignet sich beispielsweise für Termin- und Fristberechnungen.
Microsoft Support: ARBEITSTAG - ARBEITSTAG.INTL-Funktion – Erweiterte Variante von ARBEITSTAG, bei der sich die als Wochenende geltenden Wochentage individuell festlegen lassen.
Microsoft Support: ARBEITSTAG.INTL - KALENDERWOCHE-Funktion – Ermittelt die Kalenderwoche eines Datums und bietet weitere Möglichkeiten für kalenderbasierte Auswertungen.
Microsoft Support: KALENDERWOCHE
20. Navigation innerhalb der Formel-Serie
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22. Austausch & Fragen
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